SV 1924 Münchenbernsdorf e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Kreisoberliga, 15.ST

SV 1924 M`bernsdorf   FC Altenburg
SV 1924 M`bernsdorf 2 : 2 FC Altenburg
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Kreisoberliga   ::   15.ST   ::   01.12.2018 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Paul Rösler, Daniel Prager

Gelbe Karten

Paul Rösler, Benjamin Weise, Daniel Prager, Tommy Opitz

Rote Karten

Andy Lemke (72.Minute)

Zuschauer

40

Torfolge

1:0 (47.min) - Paul Rösler per Weitschuss
1:1 (62.min) - FC Altenburg per Elfmeter
1:2 (70.min) - FC Altenburg per Weitschuss
2:2 (89.min) - Daniel Prager

Spielbericht

+++ Sachlicher Teil +++

Am vergangenen Samstag war der FC Altenburg zu Gast auf dem Berg in Münchenbernsdorf. Der Tabellenzweite war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und versuchte die Fortschritt-Elf mit Diagonalbällen und Spielverlagerungen zu beschäftigen. Da sich das Spiel hauptsächlich in der Hälfte des SV 1924 abspielte und der FC auch immer mal den Abschluss suchte, hatte dieser stets eine latente Torgefahr. Bis auf einmal, als Tommy Opitz einen Ball um den rechten Pfosten lenkte, schaffte es Altenburg allerdings nicht unseren Keeper ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Obwohl sich die Münchenbernsdorfer schwer taten, sich bis vor das gegnerische Tor durchzuspielen, konnten sie die klareren Chancen vorweisen.

Zunächst versäumte es Manuel Wustrau sich sein eigenes Geburtstagsgeschenk zu machen, als dieser nach einer Eingabe von Marvin Lehmann aus kürzester Distanz Gästetorwart Göschel anköpfte.
Die zweite Riesenchance ergab sich nach einem Freistoß von Andy Lemke, den Göschel nach vorne abprallte. Zuerst behinderten sich Manuel Wustrau und René Kirchgeorg gegenseitig beim Einschussversuch, danach schoss Benjamin Weise aus gut 5 Metern übers Tor. Und so ging es torlos in die Halbzeitpause.

Kurz nach Wiederanpfiff bot sich dem SV eine Konterchance. Über die rechte Seite wurde Andy Lemke freigespielt. Dieser passte den Ball quer zu Paul Rösler, der überlegt aus gut 20 Metern abzog und ins rechte untere Eck traf (47‘).
Die Fortschritt-Elf war gut im Spiel und angesichts der zwei Großchancen in Halbzeit 1 nicht unverdient in Führung. Allerdings hielt diese nur eine gute Viertelstunde, als Schiedsrichter Thomas Morak nach einem Zweikampf von Tim Blau mit Steven Schmidt auf den Elfmeterpunkt zeigte. Schmidt ließ Tommy Opitz keine Chance und glich zum 1:1 aus (62‘). Nur 8 Minuten später gar das 1:2. Manuel Schacke zog aus der Distanz ab und überwindet Tommy Opitz mit einem Sonntagsschuss ins rechte obere Eck (70‘). Die Fortschritt-Elf musste nun mehr riskieren. Als aber Andy Lemke nach nur 2 weiteren Minuten mit einer Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, schien dies die Vorentscheidung zu sein.

Doch die Bernsdorfer zeigten einmal mehr in dieser Saison, welcher Kampfgeist in ihnen steckte. Da jeder nun noch ein paar Prozent draufpackte war die numerische Unterzahl von außen nicht wahrnehmbar. Mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, hätte Tim Blau in den Schlussminuten den Ausgleich besorgen können. Da der Ball aber knapp am linken Dreiangel vorbei strich, mussten die Münchenbernsdorfer bis zur 89. Minute auf das 2:2 warten.

Benjamin Weise spielte einen Ball, der irgendwo zwischen überhastetem Befreiungsschlag und überlegtem Seitenwechsel anzusiedeln ist, auf Daniel Prager. Der Routinier nutzte eine Schlafsekunde der Altenburger Defensive und rannte los, um den Ball noch vor Gästetorwart Göschel zu erwischen. Da dieser kurz zögerte, gelang es Daniel das Spielgerät am Keeper vorbei zu spitzeln und überlegt zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich einzunetzen.

Letztlich ein gerechtes Ergebnis eines abwechslungsreichen Spiels, in dem der SV 1924 als moralischer Sieger vom Platz ging.

+++ Emotionaler Teil +++

Mit dem SV 1924 und dem FC Altenburg begegneten sich zwei der fairsten Mannschaften in dieser Saison. Die Münchenbernsdorfer rangierten bis dato hinter Gößnitz auf dem 2. Platz der Fairplay-Wertung. Altenburg präsentierte sich wie gewohnt als harter und robuster Gegner, angefeuert von einem emotionalen Trainer Peter Köster an der Seitenlinie, der weiter an seinem Kultstatus arbeitet. Doch wie immer zeigte sich der FCA auch als ganz faire Truppe.

Man könnte meinen, beide Teams hätten sich auch ohne Schiedsrichtergespann einen sauberen sportlichen Wettkampf geleistet. Doch einer hatte an diesem Tag wohl etwas dagegen – und das war der Mann mit der Pfeife. Von Beginn an fuhr Schiri Morak eine Linie, die eigentliche keine war. Eine fragliche Entscheidung folgte der nächsten. Große Aufregung gab es beim Elfmeterpfiff. Schmidt rutschte aus und kam, für die meisten klar ersichtlich, nur aufgrund der Platzverhältnisse zu Fall.

Noch mehr erhitzte der Platzverweis von Andy Lemke die Gemüter. Zunächst gab es ein Foul von FCA-Kapitän Broda an Benjamin Weise, welches zu allem Unverständnis nicht geahndet wurde. Beide behakelten sich weiter, wodurch sich Weise zu einem unrühmlichen Einspringen in den nächsten Zweikampf hinreißen ließ. Die Aufregung auf Altenburgen Seite ist an dieser Stelle völlig verständlich. Broda ging daraufhin auf Weise zu und schubste ihn von hinten zu Boden. Andy Lemke ging dazwischen und schob Broda zur Seite um die Situation zu schlichten. Nun kam der Auftritt des Schiris, der den beiden Streithähnen Broda und Weise gelb zeigte und Lemke mit glatt Rot vom Platz schickte.

Der stets gut agierende Assistent, der diese Situation bestens sehen konnte, konnte diese Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen und versuchte auf den Hauptreferee einzuwirken. Doch Schiedsrichter Morak setzte seine über die komplette Spielzeit an den Tag gelegte arogante und ignorante Art weiter fort und ließ sich nicht mehr umstimmen. Glücklicherweise fand das Spiel am Ende ein gerechtes Ergebnis, was die Gemüter wieder etwas beruhigen ließ.

Bereits in der vergangenen Saison beim Spiel des SV Pforten gegen den SV 1924 legte Schiedsrichter Morak einen vergleichbar katastrophalen Auftritt hin, sodass man nicht von einem Ausrutscher ausgehen kann.


Quelle: M. Lehmann

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